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Transparency
International - Deutsches Chapter e.V.
Transparency
International
e.V. (TI) ist eine gemeinnützige und unabhängige,
weltweit in über hundert Ländern agierende Nichtregierungsorganisation,
die sich Prävention und Bekämpfung von Korruption
zum Ziel gesetzt hat. Sie sucht Koalitionen mit allen gesellschaftlichen
Gruppen, vor allem mit Politik, Öffentlichem Dienst,
Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Der Schlüsselbegriff
der Korruptionsbekämpfung heißt "Transparenz".
Da die Korruptionstäter alles daran setzen, ihr Tun zu
verschleiern, muss Öffentlichkeit und Überprüfbarkeit
hergestellt werden, wo immer die gegebenen Strukturen korruptives
Verhalten erleichtern. Daher setzt sich das Deutsche Chapter
von TI dafür ein, dass der Bundestag möglichst bald
ein Informationsfreiheitsgesetz verabschiedet. Durch das Gesetz
soll das bisherige Paradigma, wonach Verwaltungshandeln grundsätzlich
der Geheimhaltung unterliegt, vom Kopf auf die Füße
gestellt werden: Verwaltungshandeln muss grundsätzlich
der Überprüfbarkeit durch den Bürger ausgesetzt
sein.
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Brigitte
Behrens,
Geschäftsführerin von Greenpeace:
Die Demokratie
lebt vom Engagement ihrer Bürger. Wer sich engagieren
will, muss aber auch die Möglichkeit zur umfassenden
Information haben. Deshalb darf Deutschland nicht länger
am obrigkeitsstaatlichen Erbe des "Amtsgeheimnisses"
festhalten.

Gerd Schulte-Hillen,
bis Ende 2003 Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG und Mitglied des Präsidiums der Berstelsmann Stiftung:
Wie sollen die Bürger mitdenken, wenn sie zu wenig über die Pläne und Absichten der Regierenden wissen? Nur wer Informationen aus erster Hand hat, wird sich
mit dem Geplanten befassen, identifizieren oder demokratisch
Einfluß nehmen. Ein Informationsfreiheitsgesetz schafft
erst die Voraussetzungen für den Bürger, die Regierenden
auf der Reise in die Zukunft engagiert zu begleiten.

Prof. Dr. Gesine Schwan,
Präsidentin der Europa-Universität Viadrina:
Ineffizienz, Amtsmissbrauch und Bürgerferne führen zu Staats- und Politikverdrossenheit. Mit einem Informationsfreiheitsgesetz kann der Staat zeigen, dass er transparenter Partner der Bürger sein will - und nicht geheimnisvoller Gegner.
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