pro-information.de
begrüßt Ankündigung eines Informationsfreiheitsgesetzes
Auf breite Zustimmung stößt bei
dem Kampagnen-zusammenschluss pro-information.de die Ankündigung
von SPD und Grünen, nach der Sommerpause ein Informations-freiheitsgesetz
im Bundestag zur Abstimmung vorzulegen.
Die Politik reagiert hier auf ein wachsendes gesellschaftliches
Interesse an einem solchen Gesetz und nimmt die in letzter
Zeit vorgebrachten Argumente für ein solches Gesetz endlich
ernst genug. Die Kampagne pro-information.de sammelt seit
sechs Wochen Unterschriften für ein solches Gesetzesprojekt
im Internet.
Die Ankündigung eines Gesetzentwurfs
wird von pro-information.de
auch auf den in den letzten Wochen aufgebauten öffentlichen
Druck zurückgeführt. Zunächst hatten fünf
Organisationen einen eigenen Gesetzesentwurf vorgelegt, danach
hatte der Kampagnenzusammenschluss pro-information.de mit
einer Unterschriften- und Plakatkampagne begonnen, die derzeit
noch läuft (www.pro-information.de). Gleichzeitig wuchs
der Druck auf die Regierungskoalition durch Lobbying verschiedenster
Nichtregierungsorganisationen. Das seit 1998 angekündigte
Gesetz rückt damit erstmals in realistische Nähe.
Es kommt nun darauf an, den beginnenden Gesetzgebung-sprozess
kritisch zu begleiten, damit ein Informationsfreiheits-gesetz
entsteht, das seinen Namen auch verdient. Daher wird die Sammlung
von Unterschriften im Internet unvermindert fortgesetzt. Die
Kampagne wird inzwischen von vielen namhaften Einzelpersonen
wie Gesine Schwan (Viadrina-Universität) oder Klaus Staeck
(Grafiker), Hans Leyendecker (Journalist), Gerd Schulte-Hillen
(bis Ende 2003 Präsidium Bertelsmann Stiftung) oder Angelika
Zahrnt (Vorsitzende BUND) unterstützt.
Mit einem Informationsfreiheitsgesetz hätten
Bürger und Journalisten bessere Möglichkeiten, sich
über Aktivitäten der Verwaltung zu informieren.
Das Gesetz wäre ein Schutz vor Korruption und würde
bürgerschaftliches Engagement erleichtern. Journalisten
würde der Zugriff auf Dokumente erleichtert, die durch
Steuern finanziert erstellt wurden.
Die Initiatoren der Kampagne pro-information.de
sind:
Transparency International - Deutsches Chapter e.V.- politik-digital.de
- Netzwerk Recherche e.V. -
Mehr Demokratie e.V. - Humanistische Union e.V. -
Deutscher Journalisten-Verband (DJV) - Deutsche Journalistinnen-
und Journalisten-Union (dju) in ver.di - Bertelsmann Stiftung
Mit einem Informationsfreiheitsgesetz, das
es bereits in über 50 Staaten gibt, erhält jeder
Bürger das Recht, Akten einzusehen oder Kopien von Unterlagen
öffentlicher Stellen zu bekommen, ohne dass eine persönliche
Betroffenheit oder eine Antrags-begründung erforderlich
ist. Genau definierte Ausnahmeklauseln sorgen dafür,
dass sensible Informationen, z.B. personenbezogene Daten oder
Geschäftsgeheimnisse, geschützt bleiben.
Durch ein Informationsfreiheitsgesetz würde
ein Bürgerrecht verwirklicht, das aus Sicht der Initiatoren
in einer modernen Demokratie unverzichtbar ist. Nur wer Zugang
zu Informationen hat, kann sich sinnvoll politisch beteiligen.
Für Fragen zur Kampagne wenden Sie sich
bitte an:
pol-di.net e.V. / politik-digital.de
Christoph Dowe
Tel.: 030 - 97 00 48 79
eMail: cdowe@politik-digital.de
oder besuchen Sie unseren Pressebereich auf
der Internetseite
www.pro-information.de
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