| Jugendpresse
Deutschland e.V. – Bundesverband junger Medienmacher
Schülerzeitungen,
Jugendradios, Fernsehprojekte, Onlinemagazine – das
sind die Spielwiesen für junge Medienmacher, für
Einsteiger, die selbst Medien machen wollen. Die Jugendpresse
Deutschland e.V. ist der Dachverband von 10.000 jungen
Medienmachern in Deutschland. Sie stellt einen Dialog zwischen
jungen Medienmachern und Profis her, setzt sich für bessere
Ausbildungswege und Perspektiven in den Medien ein und gibt
jungen Medienmachern in Seminaren und Workshops das richtige
journalistische Handwerkszeug mit auf den Weg.
Es
zeichnet sich noch kein Ende der Medienkrise ab. Zeitungen
werden geschluckt oder machen dicht, bilden nicht mehr aus.
Gleichzeitig kommen ganz neue Herausforderungen auf den Journalismus
zu. Die Medienlandschaft entwickelt sich rasant und das nicht
nur technologisch. Mit ihren 24 regionalen und landesweiten
Mitgliedsverbänden will die Jugendpresse Deutschland
daher eine bestmögliche Ausbildung junger Journalisten
garantieren. Etwa 250 Seminare und Workshops für Schülerzeitungsmacher
und Nachwuchsmitarbeiter von Profimedien finden jährlich
statt.
Daneben
veranstaltet die Jugendpresse Deutschland bundesweite Großveranstaltungen:
Jährlich finden die bundesweiten Jugendmedientage
statt, in diesem Jahr vom 22. bis 24. Oktober mit 500 jungen
Journalisten in München. „Wissen ist Macht“,
heißt das Motto in 2004, es geht um Ausbildung, um Medienkritik
und Vernetzung. Gemeinsam mit dem Deutschen Bundestag findet
jährlich ein einwöchiger medienpolitischer Workshop
mit 50 jungen Medienmachern in Berlin statt, die eine Woche
lang in Parlamentsredaktionen hospitieren, mit Spitzenpolitikern
sprechen und vor Ort eine eigene Zeitung produzieren. Auf
der Fähre zwischen Kiel und Oslo veranstaltet die Jugendpresse
Deutschland jährlich die „Youth Media Convention“,
einen internationalen Kongress mit 150 jungen Journalisten
aus ganz Europa. Themen wie Kriegsberichterstattung und Presseethik
werden dort diskutiert. Referenten aller namhaften Medien,
aus der Wissenschaft, von Journalistenorganisationen und aus
der Politik unterstützen die Jugendpresse.
Durch
den Schülerzeitungswettbewerb
des Bundespräsidenten, 2004 erstmals durch Bundespräsident
Johannes Rau verliehen, werden die besten Schülerzeitungen
Deutschlands jährlich geehrt. Der Wettbewerb ist ein
Gemeinschaftsprojekt der Jugendpresse Deutschland und der
Kultusministerkonferenz und hatte schon im ersten Jahr mehr
als 1500 Einsendungen.
Der
Einsatz für Pressefreiheit und gegen Zensur war in den
fünfziger und sechziger Jahren das zentrale Ziel, Jugendpresseverbände
in Deutschland aufzubauen. In vielen Ländern ist der
Einsatz erfolgreich gewesen. Nur in Bayern und Berlin gibt
es noch eine Zensur von Schülerzeitungen durch den Schulleiter.
Auch
aus dieser Erfahrung unterstützt die Jugendpresse Deutschland
die Initiative für ein bundesweites Informationsfreiheitsgesetz.
Wer die Freiheit der Presse ernst nimmt, gewährt Zugang
zu wichtigen Informationen. Staatliche Transparenz ist nach
Ansicht der jungen Journalisten in Deutschland Grundvoraussetzung
für eine funktionierende Demokratie.
www.jugendpresse.de
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