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Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V. (BLSJ)

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V. (BLSJ) ist ein Netzwerk, das zurzeit bundesweit rund 200 lesbische Journalistinnen und schwule Journalisten verbindet.

Die Medien spielen eine entscheidende Rolle beim Abbau von Vorurteilen. Deshalb setzt sich der BLSJ für eine faire und realitätsgetreue Berichterstattung über Lesben und Schwule ein – eine Berichterstattung, die jenseits von Klischees die Vielfalt lesbischer und schwuler Lebenswelten abbildet. Der BLSJ wird gegen homophobe Medienberichte aktiv und engagiert sich für die Rechte und Interessen lesbischer und schwuler JournalistInnen. Außerdem dokumentiert er Fälle von Diskriminierung am Arbeitsplatz und organisiert Diskussions-Foren und Weiterbildungs-Veranstaltungen.

Die Mitglieder im Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) wissen aus eigener Erfahrung, dass eine größtmögliche Offenheit im Umgang mit Informationen in der Regel zum Nutzen aller Beteiligten ist; auch, wenn es manchmal schwer fällt, scheinbar unangenehme Wahrheiten zu veröffentlichen. Wir empfehlen deshalb Behörden und öffentlichen Institutionen: Habt Mut zum „Coming-out“! Genau das ist das Prinzip der Offenheit und Transparenz gegenüber dem Bürger, das ein Informationsfreiheitsgesetz ermöglichen soll.

Der BLSJ unterstützt aus diesem Grunde die Initiative für ein bundesweites Informationsfreiheitsgesetz. Ein verbriefter Zugang zu wichtigen Informationen muss darüber hinaus für jeden Journalisten-Verband ein wichtiges Ziel sein, ganz egal ob dessen Mitglieder hetero-, homo- oder bisexuell veranlagt sind.


www.blsj.de
www.felix-rexhausen-preis.de


Ulrike Poppe,
Studienleiterin Zeitgeschichte und Politik, Evangelische Akademie zu Berlin: Die Staatsgewalt will den gläsernen Bürger, wir aber wollen den gläsernen Staat. Ein Informationsfreiheitsgesetz ist lange überfällig.


Prof. Dr. Gesine Schwan,
Präsidentin der Europa-Universität Viadrina: Ineffizienz, Amtsmissbrauch und Bürgerferne führen zu Staats- und Politikverdrossenheit. Mit einem Informationsfreiheitsgesetz kann der Staat zeigen, dass er transparenter Partner der Bürger sein will - und nicht geheimnisvoller Gegner.


Frank Bsirske,
Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: Pressefreiheit braucht den transparenten Staat als wesentliches Element - dieser Baustein fehlt bei uns noch auf Bundesebene.